Italien: Urlaub in Mailand und Verona

Mit der SparSchiene ab € 59 ins geschäftige Mailand oder ab € 19 ins romantische Verona reisen.



Der Starfotograf Oliviero Toscani hat keine gute Meinung von seiner Heimatstadt: "Man erstickt und verblödet – aber mit Designerbrille und modischen Schuhen." Nicht nur der Ex-Benetton-Werber leidet unter den Lebensbedingungen in Mailand. Sieben von zehn Milanesi klagen über zuviel Smog, zuviel Verkehr, zuviel Stress. Ständig in Eile haben sie keine Zeit fürs süditalienische "Dolce Vita".

Kein Wunder, die heimliche Hauptstadt Italiens ist Standort der wichtigsten Industriebetriebe, Verlage und TV-Anstalten. Sie ist internationales Finanzzentrum und Sitz der italienischen Börse. Und was Mode und Design angeht, sind die stets gut angezogenen Mailänder sowieso unangefochtene Nummer eins.

Die meisten Touristen reisen deshalb am liebsten zum Shoppen in die geschäftige Metropole der Lombardei, die noch im Oktober mit einer City-Maut die Smog-Werte halbieren will. Und entdecken dabei rasch, dass sich der eigentliche Reiz der draußen lärmenden Karrierestadt innen entfaltet.

Zum Beispiel in der Galleria Vittorio Emanuele, der prächtigen Einkaufspassage mit Marmormosaikboden und 47 Meter hoher Glaskuppel, in der sich „tutto Milano“ trifft. Ein eleganter Salon zum Sehen und Gesehen werden, in dem sich auch traditionelle Bars wie „Savini“ oder „Bellini“ befinden.

Trés chic geht es im „Quadrilatero della Moda“ zu, dem goldenen Luxus-Viereck hinter dem Dom, mit den luxuriösen Schaufenstern von Prada, Cerruti, Versace, Krizia und Co. Armanis monumentales Nobelkaufhaus steht auf der Via Manzoni – 6.000 puristisch gestaltete Quadratmeter mit integriertem Sushi-Restaurant.

Was Mailand für Shopping-Fans ist Verona für Verliebte. Die Pilgerstätte der Romantik befindet sich in der Via Cappello 23, wo Julia auf dem berühmtesten Balkon der Literaturgeschichte auf Romeo gewartet haben soll. Verona-Besucher stehen Schlange, um die bronzene Brust der Julia-Statue berühren und danach auf ein bisschen Liebesglück hoffen zu dürfen.
Dass die ganze Geschichte frei erfunden ist, wissen nur die wenigsten: Der Balkon wurde erst in den 1930er Jahren an das Haus gebaut, in dem freilich weder Julia noch eine andere reiche Veroneser Familie gelebt hat.

Echt ist hingegen die Arena, das nach dem Kolosseum in Rom zweitgrößte erhaltene Amphitheater der Welt, dessen Operninszenierungen im Sommer Abend für Abend mehr als 22.000 Zuschauer begeistern.
Die Piazza Brà, in dessen Mitte die Arena steht, ist beliebter nächtlicher Treff der Flaneure. Das war schon 1786 so, als Johann Wolfgang von Goethe berichtete: „Eine Stunde vor Nacht fängt der Adel an auszufahren, es geht auf den Brà“. Der Dichter beobachtete „Kavaliere“, die sich mit Damen unterhalten. Daran hat sich bis heute wenig geändert: Veronas Straßen und Plätze machen einfach Lust auf einen kleinen Flirt.
Christine Sicher

Mehr Reiseinfos unter: onrail.at

Österreichs Hauptstädte im Detail.
Detailinformationen der österreichischen Hauptstädte und ihre Katastralgemeinden.
Wien, St. Pölten , Eisenstadt, Linz, Salzburg, Graz, Klagenfurt,
Innsbruck, Bregenz