Dublin: Neue Töne am Liffey

Dublin. Die irische Hauptstadt galt lange als geschichtsträchtige, aber etwas verwahrloste Metropole. Inzwischen hat sie der Zeitgeist erobert und lässt sie wieder erstrahlen. Neue Szeneviertel locken Junge und Hippe aus aller Welt an.




Der vergangene Herbst versetzte die Iren in Panik. Der „Irish Independent“ hatte nämlich vermeldet, dass William Ryan, dessen Familie die Kneipe „Ryans of Parkgate Street“ bereits in der dritten Generation betreibt, sich zur Ruhe setzen und verkaufen wolle. Landesweit war ein lautes Aufstöhnen zu vernehmen, alle zitterten um das schönste viktorianische Pub der Stadt. Was sollte dann aus der „Kathedrale der Biere und Brände“ werden? Wo sollten Journalisten, Manager und Politiker sonst einvernehmlich alkholischen Getränken zusprechen? Eine Institution der irischen Gastronomie sollte einfach verkauft werden dürfen?

Noch steht William Ryan, ein Gentleman vom breiten Scheitel bis zur polierten Sohle, hinter dem Tresen und poliert die Messingzapfhähne. Die Whiskeyflaschen stehen millimetergenau in den Regalen, die Gläser sind so sauber, als wären sie eben erst geblasen. Der edle Baraufsatz aus Mahagoni und Eiche glänzt, eine einzigartige Spiegelsammlung sorgt für variable Blickwinkel. Slàinte! Prost! Sahnig, bitter, wunderbar. Nirgendwo schmeckt das Guinness besser. Hier möchte man stundenlang sitzen und die Eleganz der Zeit von Queen Victoria genießen, als man von Spiegeln, Ätzglas, Mahagoni und Messing nicht genug bekommen konnte. Wer hier auf den Geschmack kommt, möchte die irische Hauptstadt vorerst nicht anders haben. Er wird immer wieder lebendiges 18. und 19. Jahrhundert suchen. Und er wird es finden.

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