Liverpool: Die Beatles sind noch immer da

Liverpool. Arbeitslosigkeit und Elend gehören der Vergangenheit an. Heute gibt sich die Metropole am Mersey jung, modern und wild. Zusammen mit dem norwegischen Stavanger ist die Beatles-City Europäische Kulturhaupstadt 2008.



Mein Taxifahrer kommt schnell zur Sache. „Wenn du wissen willst, was Liverpool ausmacht“, sagt John bei der Ankunft, „dann besuch’ doch die Anfield Road. Dort schlägt das Herz der Stadt“. In der Anfield Road liegt Liverpools gleichnamiges Fußballstadion und ist bei jedem Spiel fast ausverkauft. Auch am ersten Juni wird das so sein, wenn der berühmteste Sohn der Stadt mit seiner Band hier aufspielt: Paul McCartney. Sein Konzert gilt als einer der Höhepunkte des europäischen Kulturjahres, das die Metropole am Mersey heuer begeht. Millionen Besucher soll das Festjahr anlocken, mit dem Liverpool für jeden sicht- und hörbar seinen Wandel von der grauen Arbeiter- und Hafenstadt zur bunten Stadt der Kunst und Kultur dokumentiert.


„So Ferry ’cross the Meeerseyyy, ’cause this land ’s the place I love and here I’ll stayyy ...“ Liverpools heimliche Nationalhymne krächzt noch immer aus den Bordlautsprechern der Fähren. Vom Deck aus ist das neue Liverpool nicht zu übersehen, die gläsernen und stählernen Appartement-, Hotel- und Büro-Hochhäuser britischer Großinvestoren und der neue Kai für die edlen Kreuzfahrtschiffe. Aus der einstigen tristen Industriemetropole ist eine geschäftige City geworden.


„Abgesehen von London“, schwärmt Mike Doran, einer der Mitarbeiter der Stadtverwaltung, die für das Kulturjahr die Werbetrommel rühren, „gibt’s nirgends im Land so viele Galerien und Museen, so viele denkmalgeschützte Bauten wie bei uns.“ Hinzu kommen renommierte Theater und hunderte Kneipen, Clubs, Bars, Cafés und Restaurants.


Arbeitslosigkeit, Zerfall und Verelendung scheinen vergessen. Das einstige Armenhaus gibt sich heute als moderne pulsierende Großstadt. Begonnen hatte alles mit der Umwandlung des Albert Dock. Die alten Hafenanlagen sind inzwischen Liverpools wichtigster Touristen-Magnet und Englands größter denkmalgeschützter Gebäudekomplex. „Twist and Shout“, tönt’s aus einem der Keller dort. Vor dem Eingang des Beatles-Museums stehen die Menschen Schlange.


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