Einsame Insel für Entdecker

Die alten Römer nannten den Jemen Arabia felix. Zwischen der arabischen und der afrikanischen Platte liegt ein Stück vom Paradies. Durch Ökotourismus versuchen die Vereinten Nationen, es mit seiner weltweit einzigartigen Flora zu bewahren



Der Landcruiser schlängelt sich im Schritt-Tempo die steinige Piste ins Tal hinunter. Hinter den schroffen Felsen recken Jahrhunderte alte Drachenblutbäume ihre fein verzweigten Kronen in den strahlenden Himmel. Atemberaubende Felsschluchten erwecken Ehrfurcht vor der unberührten Natur. Erst die Vollbremsung des Fahrers beendet unsanft das Staunen: „Sollen wir die Route ändern?“ fragt er. Am Fuß des gewaltigen Berges hat er einen anderen Geländewagen entdeckt – eine Gruppe mit Touristen, deren Gesellschaft er uns ersparen möchte. Einsamkeit ist auf Socotra Programm. Wer die Berge, Strände und Wadis erkundet, sieht andere Fremde höchstens von weitem. Dafür sorgen nicht nur die aufmerksamen Fahrer. Bis in die 90er wagte kaum einer die Überfahrt vom 400 Kilometer entfernten jemenitischen Festland.

Erst mit dem kleinen Flughafen im Hauptort Hadibu haben Plastikflaschen, Mobiltelefone und die Blätter der leichten Alltagsdroge Kath auf der Insel Einzug gehalten. Und die Touristen – jedoch in homöopathischen Dosen. Über 50 Besucher pro Woche sind auch heute selten auf der Insel vor dem Horn von Afrika unterwegs.


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