Lissabon: Die Entdeckung der Schwermut

Einsamkeit schafft Weltliteratur. Am 15. Juni
hätte er seinen 120. Geburtstag gefeiert. Auf den
Spuren des Dichters Fernando Pessoa, der fast ohne menschliche Bindungen lebte, durch die
portugiesische Hauptstadt.




Das hat er nicht verdient. Tisch an Tisch mit fröhlich plappernden Touristen muss Fernando Pessoa in der Szenekneipe „A Brasileira“ für Familienalben posieren. In seinem Stammcafé bestellte der Schriftsteller 1935 seine letzten Kaffees. Fotografiert zu werden hatte der Sonderling gehasst. Wenigstens wird dem Literaten so einen Schnappschuss lang Aufmerksamkeit zuteil. Wenn auch nur als Bronzefigur.

Lissabons Tourismusmanager scheint das der Ehre genug zu sein. Simone Klein nicht. Sie lässt Touristen die Stadt am Tejo mit den Augen Fernando Pessoas sehen: „Ein Fremder hier wie an jedem Ort, zufällig im Leben wie in der Seele“, zitiert die Journalistin aus seinem „Buch der Unruhe“. Mit dem fragmentarischen Roman und dem protokollarischen Reiseführer „Mein Lissabon“ hat Pessoa seiner Stadt ein Denkmal gesetzt.

Sommerabend in Lissabon. Von den sieben Hügeln klettert das Dunkel hinab in die Gassen und vereint sich mit dem schummrigen Gelb der Laternen. Aus Kneipen klingt traurige Fadomusik. Das ist die Zeit, in der zwischen Alfama und Bairro Alto jene süße Melancholie einkehrt, die dem Leser in Pessoas Buch begegnet. War’s der Blick von der Rua de Sao Pedro de Alcantare über das Häusermeer hinüber zur Burg Sao Jorge, der ihn notieren ließ „Unten vergeht das Leben, dieses halbe Nichts“?

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