Kuba: Lieber libre als Fidel Castro

Zeit des Wandels. Der greise Diktator der roten Zuckerinsel hat die Macht an seinen jüngeren Bruder abgegeben. Unter Raúl Castro soll auf Kuba eine sanfte Revolution von unten stattfinden.



Das ganz große Jubiläum hat Fidel Castro, der am 13. August 82 Jahre alt geworden ist, nicht geschafft. Seit Februar 2008 regiert offiziell sein um fünf Jahre jüngerer Bruder. Doch die 49 Jahre unangefochtener Herrschaft nach der Revolution 1959 sind auch so Weltrekord.

Kaum ein Politiker ist bekannter und schillernder, und keiner polarisiert stärker als Fidel.
Für zwei Millionen Exilkubaner war die Abdankung der schönste Tag ihres Lebens, der Anfang vom Ende der Tyrannei, die manche schon bei Castros Erkrankung vor zwei Jahren feierten. Dennoch sitzt das Regime noch fest im Sattel.

Nach dem Schock und der Trauer oder der Freude über den Rückzug des Landesvaters und Nationalhelden, der drei Viertel der Kubaner ihr Leben lang begleitete, fragen sich Bewohner wie Besucher der Insel: Wie sieht die Zukunft der letzten Bastion des realen Sozialismus aus? Hält nach der Öffnung für den Tourismus jetzt neben dem Dollar endlich auch die Demokratie Einzug auf der Insel?

„Nächstes Jahr feiern wir Weihnachten in Kuba“, frohlockten kubanische Exilanten und deren Sympathisanten schon, als der Fall der Berliner Mauer 1989 den Zusammenbruch des Ostblocks einläutete. Die Hoffnungen schienen begründet. Kuba stürzte in seine schwerste wirtschaftliche Krise. Doch die Exilanten und CIA-Agenten in Miami blieben wieder einmal auf ihren Koffern sitzen. Pech gehabt, das Regime reagierte flexibler und pragmatischer als angenommen.

Ihre Koffer packen seitdem auch immer mehr Touristen, die nicht nur Weihnachten in der prachtvollen Natur unter tropischer Sonne verbringen. Die Aufräumungsarbeiten nach dem verheerenden Hurrikan „Ike“ sind abgeschlossen, an den Traumstränden erleben die Winterflüchtlinge wieder rauschende Nächte und singen laut zu Samba, Salsa und Son, der wilden Afrika-Version kubanischer Musik. Ihre Devisen sind mittlerweile zum Überlebensfaktor für die kubanische Wirtschaft geworden. Keine Frage, der vermeintliche Anachronismus existiert weiter, sei Castros politisches Erbe noch so gewaltig und problembeladen ...

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