Positano: Im Dorf der High Society

Italien. Wo sich einst Maler und Dichter niederließen, urlaubt heute die High Society. Die italienische Amalfiküste hat trotz Vereinnahmung durch Stars und Sternchen ihren Zauber bewahrt.





Die Wahl des Anfahrtsweges ist unwichtig. Egal, ob man am Ortseingang kurventrunken aus dem Auto steigt oder das mondäne Städtchen vom Tragflügelboot aus betritt: Staunend steht man plötzlich vor endlosen Treppenstraßen.

Der amerikanische Autor John Steinbeck, der 1953 an der Amalfitanischen Küste Urlaub machte, schrieb: „Ich habe den Eindruck, dass die Welt in Positano senkrecht steht. Stufen, die mitunter steil wie eine Sprossenleiter sind, führen ans Meer. Wenn man einen Freund besuchen will, dann läuft man nicht, man klettert oder purzelt.“

Der schmale Küstensaum hat den Positanern nicht allzuviel Platz für die Besiedelung gelassen. Fast nahtlos geht das Meer in die Berge über. Weil es in der Waagerechten fast keine Ausdehnungsmöglichkeiten gab, musste man in die Höhe bauen.

Vom Boot aus wirken die rosaroten und weißen Würfelhäuser mit ihren bogenüberspannten Loggien wie übereinander gestapelt. Ihre von Bougainvilleen und Kletterrosen berankten Fassaden schauen wie neugierige Gesichter in die Ferne.

Gegen Ende der 50er Jahre wurde der damals abgeschiedene Ort vom Elitetourismus entdeckt. Den Anfang hatte bereits die römische Filmwelt zur Zeit des Neorealismus gemacht. Künstler wie Roberto Rosselini, Anna Magnani oder Ingrid Bergman bildeten mit Mystikern und exotischen Hippies ein buntes Völkchen von Stammgästen, deren extravaganter Lebensstil die regionalen Kleidermacher zu phantasievoller Feriengarderobe anregte.

Mode „made in Positano“ war plötzlich in. Besonders die so genannte „Fetzenmode“ der späten 60er Jahre brachte den findigen Positanern nicht nur Weltruhm, sondern auch gutes Geld, mit denen sie Hotels, Restaurants und Läden finanzierten. Das einstige Dorf boomte und mauserte sich in wenigen Jahren zur mondänen, aber auch teuren Ferienenklave.

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