Tirol: Das große Andreas Hofer-Theater

Mander, s’isch Zeit! Vor 200 Jahren besiegte der Partisan aus dem Passeiertal mit tausenden Tiroler
Freischärlern Napoleons Truppen und deren bayrische Verbündete, die dem katholischen Bergvolk im Herrgottswinkel seine religiösen Bräuche verboten hatten.





Das Geburtshaus Andreas Hofers im Südtiroler Passeiertal ist frisch gestrichen. Ein stattliches Anwesen direkt an der Straße, die von Meran zum Jaufenpass und Timmelsjoch führt.

Mächtige Berge stehen Spalier, auf denen Hofer vor den Häschern Napoleons einst Zuflucht suchte. Bis ein Nachbar das Versteck verriet, wo ihn dann Soldaten festnahmen. Im Februar 1810 wurde Andreas Hofer in Mantua nach kurzem Prozeß erschossen.

Zur Zeit von Hofers Geburt gehörte das Passeiertal noch zu Österreich. Mit über hundert Getreuen gründete Hofer Anfang des 19. Jahrhunderts eine Schützenkompagnie, um den Kampf gegen Napoleon und seine bayrischen Nutznießer aufzunehmen. Gegen eine Herrschaft, die aus Tirol „Süd-Bayern“ gemacht hatte und dem Bergvolk mit immer neuen Schikanen das Leben schwer machte. Als die Bayern weihnachtliche Mitternachtsmessen, Wettersegen und Wetterläuten verboten, kirchliche Feiertage strichen, Prozessionen und Wallfahrten abschafften und sogar das Aufstellen von Kerzen als Firlefanz verurteilten, kochte der Tiroler Volkszorn über.

Andreas Hofer wurde zum Führer eines Rebellenheeres, mit dem er im April 1809 erstmals gegen die Bayern anrückte. Tausende von Bauern, getrieben von unbändiger Wut auf alle Städter, drangen nach einer blutigen Schlacht am Bergisel schließlich in Innsbruck ein.

„Oh weh, oh weh, oh weh, hier liegt die bayrische Armee“, reimte der Volksmund damals. „Sie wurd’ von Bauern totgeschlagen, mit Jubel in das Grab getragen. Ihr Fürsten lernt aus diesem Grabe, was Sklavendruck für Folgen habe.“

Mitte Mai räumten Napoleons Truppen Innsbruck von den aufständischen Tirolern und setzten die Bayern als alte Machthaber neu ein. Aber Hofer und seine Anhänger gaben sich nicht so einfach geschlagen.
Ende Mai kam es erneut zu einem Kampf: 5.000 militärisch bestens ausgestattete Bayern standen rund 13.000 Tirolern am Bergisel gegenüber, die mit Hacken, Schaufeln, Sensen und Heugabeln Paroli boten ...

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