Griechenland: Urlauben auf Santorin

Aus einer Katastrophe entstand Schönheit: Vor 3.500 Jahren erschütterte ein Vulkanausbruch Santorin. Heute zieht der sonnenverwöhnte Archipel in der blauen Ägäis Touristenmassen an.




Es ist schwierig, hier schlecht gelaunt zu sein, sagt Joy. Sie stellt einen Teller mit gegrilltem Tintenfisch ab und schaut sich um. Hinter ihr liegen die Häuschen des Fischerhafens Ammoudí, weiter oben klammern sich die Ausläufer Oías an den vulkanschwarzen Hang. Einen Meter vor Joy schlägt das Meer an die Hafenmauer.

Joy verliebte sich zuerst in Santorin, dann in Dimitri. Ersteres geschah vor 20 Jahren, als der Sommer in Vancouver besonders regnerisch war und sie in die sonnige Ägäis floh. So blau war der Himmel, so schön die Insel, die eigentlich nur ein Kraterrand ist, dass Joy ein Jahr später wiederkam und Dimitri begegnete.
Mit beiden Lieben wurde sie glücklich. Das Paar eröffnete die Taverne Dimitri’s am Ende der Bucht, erzählte nur Freunden und Verwandten davon und wunderte sich bald, dass immer alle Tische besetzt waren. Joy legt ihre kanadische Herkunft mental beiseite, wenn sie die Küche betritt. Denn gekocht wird nur griechisch.

„Ammoudí ist mein Lieblingsort auf Santorin“, sagt sie. „Die Tourbusse kommen nicht hierher, es ist authentisch.“ Santorin gehört zwar zu jenen Orten, die fast zu Tode geliebt werden, so groß ist der Ansturm. Doch friedliche Ecken sorgen dafür, dass die 13.000 Einwohner den Trubel der Hochsaison überstehen. Und auch wenn in Oía im Inselnorden ein Souvenirladen neben dem anderen liegt, in den Restaurants für ein Nudelgericht über 20 Euro verlangt werden und sich am Nachmittag lärmende Touristen aus hundert Bussen in die Gassen und über die Treppen ergießen – bei Sonnenuntergang gibt’s keinen schöneren Ort.

Die „Perivolas Traditional Houses“ zählen zu den Logenplätzen fürs abendliche Spektakel. Von den Terrassen blicken die Gäste auf die weißen Häuser und blauen Kuppeln Oías und auf die Caldera, den 300 m tiefen Krater, der nun Meer ist.

Vor 3.500 Jahren explodierte der Vulkan, die Ränder machen heute Santorin aus. Gegenüber liegt die Thirasia, einst Teil Santorins – oder umgekehrt. Zur Linken erheben sich zwei Vulkane aus dem Meer. Vor 300 Jahren sind sie aus den Tiefen empor gestiegen.

Früher lebten Fischer in der Kraterwand, die heute als bevorzugte Lage für Hotels und Restaurants gilt. Der wunderbaren Aussicht wegen. Die Strände mit den schicken Beachclubs und dem trendigen Publikum liegen an der anderen, flach abfallenden Seite – insbesondere am Perivólos Beach.

Die Verwandlung der Höhlen zum Hotel bedeutete vor allem viel Arbeit ...

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