Weihnachtsinseln. Das große Krabbeln

Wer eine der beiden Weihnachtsinseln besuchen möchte, braucht vor allem Zeit. Denn die eine liegt im Indischen Ozean, die andere im Pazifik – und beide am Ende der Welt.



Der Name kann schon verwirren. Weihnachtsinsel: Das klingt nach arktischen Breiten, nach dem Zuhause des Weihnachtsmannes in Finnland.

Doch weit gefehlt. Die Insel liegt am Äquator. Sie ist australisches Territorium, befindet sich jedoch über tausend Kilometer vom Mutterland entfernt im Indischen Ozean. Das Weihnachtsfest wird nur von einer Minderheit der Weihnachtsinsulaner gefeiert. Denn überwiegend leben chinesische Buddhisten und malaiische Moslems auf dem 135 Quadratkilometer großen Tropeneiland, das am Weihnachtstag des Jahres 1643 von William Mynors, Kapitän des britischen Schiffes „Royal Mary“, entdeckt wurde.

Zu jener Zeit gehörte die Weihnachtsinsel noch ganz allein ihren achtbeinigen Bewohnern, großen roten Landkrabben. Mit 120 Millionen Individuen machen sie auch heute noch den erst seit 1888 hier lebenden 1.500 Exemplaren des Homo Sapiens die Insel streitig.

Einen Monat vor Weihnachten begehen die Krabben, die zu ihrem Glück schlecht schmecken, ihr eigenes Fest der Fruchtbarkeit. Zuerst wandern die Männchen aus dem gebirgigen Insel-Inneren zur Küste und graben dort mit ihren mächtigen Scheren Nisthöhlen. Wenn diese fertig sind, folgen die Weibchen, denen nach der Paarung der schwierigste und gefährlichste Part bevorsteht – die Eiablage an der steilen, zerrissenen Küste, wo selbst bei Windstille die Brandung an die scharfkantigen Steine tost.

Die mit Eiern beladenen Krabben können im Wasser nicht atmen. Werden sie beim Laichen von den Wellen erfasst und ins Meer gespült, gehen sie zugrunde – jährlich Millionen von ihnen. Auf den Bestand der Art wirkt sich das jedoch dank der ungeheuren Anzahl der Tiere genausowenig aus wie der Straßenverkehr, der jeden November ebenfalls hunderttausende Krabben das Leben kostet.

Bedrohlicher war da schon eine eingeschleppte afrikanische Ameisenart. Dieser wurde mit umweltverträglichen Mitteln mittlerweile der Garaus gemacht ...

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