Rothenburg: Reiterlesmarkt und Romantik

Mit ihren 12.000 Einwohnern darf sich Rothenburg o.d. Tauber rühmen, vielleicht die bekannteste Kleinstadt Deutschlands zu sein. Millionen von Besuchern lassen sich Jahr für Jahr vom Zauber dieser mittelalterlichen Stadt in den Bann ziehen.



Ein Spaziergang durch die engen Gassen der Stadt ist wie ein Blättern in einem dicken Geschichtsbuch - und überall begegnet der Gast der deutschen Geschichte auf Schritt und Tritt.

Die Ursprünge der Stadt gehen zurück auf die Zeit des 12. Jahrhunderts und man findet heute noch Tore, Türme und mächtige Mauern, die aus dieser Zeit stammen. Im Mittelalter zählte Rothenburg zu den mächtigsten Städten im Süden des Landes, aber in der Zeit des Dreißigjährigen Krieges ging politischer Einfluss und Reichtum zurück.

Es war 1631 als Bürgermeister Nusch einer Sage nach die Stadt vor der Zerstörung durch den Feind rettete, indem er ein Glas mit mehr als drei Liter Wein auf einen einzigen Zug austrank.

Er konnte nicht wissen, dass er mit diesem "Meistertrunk" die Grundlage legte für den Tourismus in Rothenburg. Mit einer halben Million Übernachtungen - mehr als die Hälfte davon kommen aus dem Ausland - stellt der Tourismus das wichtigste wirtschaftliche Standbein dar.

Ganz eng mit der Stadt verbunden sind die Romantische Straße und die Burgenstraße, die sich nicht zufällig hier kreuzen. Gerade die Romantische Straße, die vor 50 Jahren gegründet wurde, hat inzwischen viele Nachahmer im In- und Ausland gefunden. Kaum ein Gast, der auf seiner Europareise dieses Highlight auslässt.

Der besondere Reiz dieser mittelalterlichen Stadt liegt im spannenden Gegensatz zwischen Leben in der romantischen Umgebung und der Internationalität und dem modernen Komfort einer Tourismusstadt heutiger Prägung.

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