Kanaren. Urlaub auf der Ökoinsel

Die westlichste und kleinste Kanarische Insel El Hierro zieht Individualtouristen an. Diese genießen einen Strand fast für sich allein oder beobachten einzigartige Rieseneidechsen.



Die Uhr am Flughafen stand früher immer auf fünf vor zwölf“, erzählt Aminata, die Fremdenführerin. „Seit 1995 geht sie richtig.“ Immerhin starten und landen täglich drei Flüge aus und in Teneriffa und Gran Canaria.

Trotzdem haben wir das Gefühl, dass gleich der Maulesel vorbeikommt und das Gepäck zur Pension bringt. So muss es dem spanischen König vor 100 Jahren bei seiner Visite auf El Hierro ergangen sein. Statt eines großen Hofstaates fand er ein bescheidenes Empfangskomitee vor.

„Damals suchte der König das Weite“, sagt Aminata, „heute ist das spanische Königshaus hier gern zu Gast.“ Wie so mancher, der sich in die kleinste Kanareninsel verliebt.

Aminata, die eigentlich Gerda heißt und aus Schwaben stammt, ist das vor 24 Jahren passiert, und sie blieb. Heute erzählt sie den Besuchern von einer Zeit, als das Leben auf der Insel noch viel verschlafener und beschwerlicher war.

Mittlerweile findet man die notwendige Infrastruktur: gut asphaltierte Straßen, die die EU finanziert hat, und einen Tunnel, der den Norden um die Hauptstadt Valverde mit der fruchtbaren Region El Golfo verbindet, dem wirtschaftlichen Herz der Insel.
Hier zeigten einst die Palmeros von der Nachbarinsel La Palma den Herreños, wie Plantagenanbau funktioniert. „Erst belächelten sie ihre Nachbarn“, sagt Aminata, „dann erkannten sie die Vorteile gegenüber dem reinen Hirtendasein.“

Jetzt gedeihen in dem fruchtbaren Tal Wein, Ananas, Bananen, Avocados, Papayas und Tomaten. Vor zwölf Jahren entdeckte man einen Tiefwassersee in El Golfo. Ein Glücksfall, denn die Herreños spüren den Klimawandel am mangelnden Niederschlag. Das sagen vor allem die älteren Inselbewohner, die noch Zisternen haben und wussten, wie viel Wasser von oben kommt.

In Sachen Energieversorgung ist El Hierro vorbildlich. Der Strom wird zu 80 Prozent aus Wasser und Wind gewonnen, den Rest liefern Sonnenkollektoren und eine Biogasanlage. Nicht umsonst trägt die Insel seit dem Jahr 2000 den Titel „Biosphärenreservat“ und ist mit ihren 2.000 Betten in typischen Landhäusern, Pensionen und stilvollen Hotels attraktiv für den sanften Öko-Tourismus ...

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