Island. Zauberland in Elfenhand

Wie die Scheren eines Krebs ragen die Westfjorde von Island in den Nordatlantik hinein. Die steinigen Hochflächen sind unbewohnt. Gerade einmal 10.000 Menschen leben entlang der Küste. Und viele Zauberwesen.



Die kleinen Ortschaften drängen sich auf schmalen Uferstreifen am Fuße der hohen Steilwände. Wie Oasen wirken diese grünen Flecken inmitten der unwirtlichen Steinwüste.

Die Bewohner des 300-Seelen-Fischerdorfes Pingeyri haben einen kleinen Golfplatz mit neun Löchern angelegt, der von tausenden blauen Lupinen eingerahmt wird. Gleich nebenan baumeln Trockenfische auf Holzgestellen im Wind.

Fjorde, die bis zu 50 Kilometer langen Einschnitte, wurden von Gletscherzungen ins Lavagestein gehobelt, die dabei horizontale Schleifspuren im Fels hinterlassen haben. Alle 50 Fjorde und Buchten haben ihren eigenen landschaftlichen Charakter, der in bildhaften Namen wie „Kalte Lagune“, „Höllenbucht“, „Schwanenmoor“ oder „Wonnetal“ zum Ausdruck kommt.

Riesige Geröllfelder aus dunklem Basalt wechseln sich mit von Bächen durchzogenen Auen und goldenen Sandstränden ab.

Ferienquartiere sind in den Westfjorden dünn gesät. Als Alternative zu teuren Unterkünften bietet sich das Zelten auf ausgewiesenen Plätzen an. Bei Pingeyri können sich Camper vom Tosen des Dyjandi-Wasserfalls in den Schlaf tragen lassen, der 100 Meter in die Tiefe stürzt.

Die Ausstattung des Platzes ist einfach, es gibt ein WC und eine Umkleidekabine, das Essen muss man selbst mitbringen. Dafür ist das Campen kostenlos. Unbezahlbar ist der Traumblick über den Arnafjord ohnehin.

Gratis Eintritt gibt’s auch beim geothermisch beheizten Freiluftbad nahe Bildudadalur. Für die Schafe bieten die Badegäste eine willkommene Abwechslung. Freundlich vor sich mampfend beäugen sie die paar Schwimmer, die lässig einige Bahnen ziehen. Viele der wild lebenden Schafe werden nicht geschoren. Ihren dicken, verfilzten Winterpelz streifen sie ab wie einen alten, abgetragenen Pullover ...

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