Libanon. Zwischen Krieg und Frieden

Die Bilder der Gewalt sind noch frisch. Im Sommer vor vier Jahren kämpften im Libanon Hisbollah und Israel gegeneinander. Heute trauen sich wieder Touristen in die „Schweiz des Nahen Ostens“.



Die Reisenden, die an Kultur, Kunst und Natur interessiert sind, halten sich gern an einen Wegweiser: die Welt-Kultur- und Naturerbeliste der Unesco. Der Libanon ist überproportional oft darin vertreten: Bei 10.500 Quadratkilomtern Fläche scheinen gleich fünf Orte auf, im achtmal so großen Österreich sind’s nur acht. Die Liste nennt Anjar, Baalbek, Byblos, Tyros und das Tal der Maroniten mit seinen Zedern.

Die historischen Orte, vier Landschaften auf kleinem Raum mit gemäßigtem Klima an 220 Kilometern Sand- und Felsküste und die pulsierende Hauptstadt Beirut machten den Libanon vor fünfzig Jahren zu einem der ersten Fernreiseziele der Europäer. Er bekam den Beinamen „Schweiz des Nahen Ostens“. Die damals 2,5 Millionen Libanesen im multikulturellen und mehrsprachigen Land kamen gut miteinander aus. Es gab ein Dutzend christliche und zwei islamische Konfessionen, die drusische und die jüdische Religion.

Dann überzog Krieg das Land, paralysierte es: von 1973 bis 1989, und nochmals im Sommer 2006. Bis 2008 waren die Attentate und lokalen Feuergefechte kaum zu zählen. Heute halten sich die Libanesen mit Verurteilungen zurück. Allgemein sagen sie, dass die Kämpfe ihre Wurzel im Ausland gehabt hätten. Man hätte gern weiter in Frieden gelebt, doch von den Nachbarn seien die Grenzen gebrochen worden: Palästinenser, Syrier, Israelis drangen ein und machten den Libanon zum Ort ihres Krieges.

Noch heute leben rund 350.000 palästinensische Flüchtlinge im Land, die meisten im Süden, observiert von den Israelis und in Reichweite ihrer Raketen.

Nach einer korrekt verlaufenen Wahl und der langwierigen, aber gelungenen Regierungsbildung ist endlich Ruhe eingekehrt. Die zahlreichen Militärkontrollen an Straßenkreuzungen sind verschwunden, man kann sich auch als Ausländer frei bewegen – abgesehen von den südlichen und nördlichen Grenzstreifen.

Beirut ist wieder aufgebaut, und es expandiert. Verschwunden ist der typische Basar, stattdessen gibt’s Geschäfte internationaler Luxusmarken ...

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